Mittwoch, 30. September 2015

Trollfest - En Kvest for de Hellige Gral (2011)


1. Die Verdammte Hungersnot
2. Karve   
3. Die Berüchtiges Bande
4. Gjetord
5. Der Sündenbock Gegalte
6. Korstog
7. Undermålere
8. Jevnes Med Jorden
9. En Gammel Trollsti
10. Epilog


Normalerweise kann ich mit all diesen Wald- und Wiesen Paganisten so Null Komma Nüsse was anfangen, es gibt sie aber gelegentlich, diese Silberstreife am Horizont. Einer davon nennt sich TROLLFEST und bei den Norwegern steckt der Teufel schon in der Selbstdefinition, behaupten die fünf Waldschrate doch glatt „True Norwegian Balkans Black Metal zu fabrizieren. Und das Beste daran: Die Stilbeschreibung trifft den vor Humppa nur so glühenden Nagel tatsächlich auf den Kopf. Zuweilen hat man bei dieser Suche nach dem heiligen Gral doch tatsächlich das imaginäre Bild von einer Black Metal angehauchten Folk/Pagan Band vor Augen, die mitten im Istanbuler Bazar ihre Instrumente ausgepackt hat um die in diesem Winkelwerk dahin huschenden Menschen völlig in ihren Bann zu ziehen.

Die Trolle jedoch gehen sogar noch weiter, noch tiefer in den Orient hinein, schrecken aber auch nicht vor der spanischen Folklore zurück, wie das wirklich süchtig machende „Karve“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Aber auch der Rest der vierzig Minütchen hat an Kurzweil und Zerstreuung allerlei zu bieten, die mittlerweile zum Sextett erweiterten Norweger, allesamt Spaßbacken bis zum geht nicht mehr, saufen, huren und schabernacken sich durch ihre Songs, musikalisch gesehen sind die Trolle aber äußerst kompetent und gerade die teils sogar hasserfüllten Vox vom (Ober)-Trollmannen würzen die Geschichte mit einer mehr als gesunden Portion Härte.

Fazit: Wer’s so richtig abwechslungsreich mag, dabei auf eine latent in den Black Metal zielende Stimme nicht verzichten möchte und obendrein mit diesen wirklich punktiert verwendeten fremdartigen Einflüssen gut umgehen kann, der wird im neuen TROLLFEST Album DIE Partyscheibe des Jahres gefunden haben, aber auch jene Zeitgeister, die sich einfach nur unbeschwert berieseln lassen wollen, sollten hier ein Ohr riskieren. Lediglich der Schelm mag hier denken, dass ROCK THE NATION sich diese Band nur deswegen auf ihr Hauslabel gezogen haben, damit die anstehenden Heiden- Pagan- oder was weiß ich wie man die Waldschratfeste noch nennen könnte, auch in Zukunft gut bestückt sind …





Dienstag, 29. September 2015

Celtic Frost - Monotheist (2006)



1. Progeny
2. Ground
3. A Dying God Coming Into Human Flesh
4. Drown In Ashes
5. Os Abysmi Vel Daath
6. Temple Of Depression [Bonus]
7. Obscured
8. Domain Of Decay
9. Ain Elohim
10. Totengott
11. Synagoga Satanae
12. Winter










Zu lange waren sie weg, die Schweizer: ganze 14 Jahre sind ins Land gezogen, die Vorproduktionsphase von Monotheist" dauerte noch einmal fünf, aber spätestens beim bewusst gewählten Opener Progeny", der mit den unvergleichlichen, verzerrten Gitarren und Tom's schon legendärem Uhhhhhhhhhhh" startet, hat sich all das Warten, das Spekulieren, das Hoffen und Bangen definitiv ausgezahlt.

CF sind back und ich nehm's gleich mal vorweg, diese CD ist jetzt schon meine Platte des Jahres (ja fallt nur her über mich, aber ich werd's aushalten und daher bleib ich dabei!), obwohl ich anmerken möchte, dass Morbid Tales" Fanatiker wahrscheinlich höchstens mit dem Opener und vielleicht noch mit "Ain Elohim" ins Reine kommen werden. Im neuen Jahrtausend bieten uns die beiden Hauptprotagonisten Thomas Gabriel Fischer und Martin Eric Aim die kongeniale Adaptierung des CF-Sounds, portiert in eine modernere, eine neue Welt, zudem hat bei den Herren der richtig zähe, dicke und unbarmherzig fette Doom zu Hauf Einzug gehalten, der obendrein durch die schon von früheren Veröffentlichungen sattsam bekannten avantgardistischen Einflüsse verfeinert wird.

Das psychedelische Obscured" (mit Sabine Vollenweider on Backing Vocals) passt hier ebenso in das Gesamtkonzept, wie die beiden anderen Female Voice unterstützten Beiträge - Drown In Ashes" mit der engelsgleichen, markanten Darbietung von Lisa Middelhauve (Xandria), sowie der durch die Schweizer Opernsängerin (Cornelia) verfeinerte Übersong Os Abysmi Vel Daath" (bedrohlich, düster, trocken und zäh, aber mit einem Refrain, der sich ohne Umwege festfrisst!!). Generell kann man sagen, dass Monotheist" als eine akribisch entwickelte Einheit betrachtet werden muss, hier passt quasi jede Kleinigkeit, hier fügt sich der old-school gehaltene, mit reichlich Uhhhhhhhhs" versehen, Arschtreter Domain Of Decay" ebenso nahtlos ein, wie das eher flott beginnende (Doublebassdrum olé!) Ain Elohim". Und dann ist da noch das majestätische, das massiv intensive, dabei aber auch minimalistisch gehaltene Epos namens Synagoga Satanae", sicher das aufregendste Stück Musikgut, welches die Frostler je veröffentlicht haben. Umsponnen ist diese, als Triptych" betitelte, Trilogie von Totengott" einem Psychoausflug par excellence und dem abschließenden dritten Teil des Requiems, Winter" genannt. Kernstück ist und bleibt aber das von Martin liebevoll Synagoga" genannte Mammutstück, was hier in über 14 Minuten an Psychodoom vom Stapel gelassen wird, ist bedrohlich und beängstigend dabei aber irgendwie einzigartig und darüber hinaus schlichtweg atemberaubend. Allein die Adaptierung des Vater Unsers" (..Denn mein ist das Leid und die Wut und das Streben bis zum Tode .. Amen), mit verzerrter Stimme, von Dissonanzen unterlegt, erzeugt mehr Gänsehaut als jeder Horrorshocker. Bei aller Slowness, der die "Synagoga" von Anfang bis Ende so auszeichnet, selten hab ich einen Song gehört, der den Begriff Härte derart auffallend definiert hat wie dieser! (Amazon-Kundenrezension)



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Lamb Of God - Wrath (2009)



01. The Passing (1:58)
02. In Your Words (5:25)
03. Set To Fail (3:46)
04. Contractor (3:22)
05. Fake Messiah (4:33)
06. Grace (3:55)
07. Broken Hands (3:53)
08. Dead Seeds (3:41)
09. Everything To Nothing (3:50)
10. Choke Sermon (3:21)
11. Reclamation (7:05)
12. We Die Alone (4:38)
13. Shoulder Of Your God (5:56)





Als die Band mit den Arbeiten an Wrath begannen kam Sänger Randy Blythe die Idee, Texte über das Thema Geld, dessen Nutzen und Missbrauch zu verfassen. In einem Interview erklärte Blythe, dass es sich bei Wrath nicht um ein Konzeptalbum handeln würde. Jedoch wären die Texte der Lieder miteinander verbunden. Blythe gab allerdings zu, dass sein Vorhaben nur teilweise umgesetzt werden konnte.

Der Text von In Your Words ist eine Kritik an der Musikindustrie. Das Lied Contractor handelt von Auftragsmördern und Söldnern. Inspiriert wurde das Lied von privaten Sicherheitsunternehmen wie Blackwater Worldwide, dessen Mitarbeiter als Söldner eingesetzt wurden.

Reclamation befasst sich mit der Zerstörung der Umwelt und der Ökologie. Schlagzeuger Chris Adler erklärte in einem Interview, dass der US-Präsident Barack Obama seine Landsleute dazu bringt, mehr über diese Themen nachdenken.

Die japanische Version des Albums enthält als Bonus die Lieder We Die Alone, Shoulder of Your God und Condemn the Hive. Die ersten beiden Lieder befinden sich auch auf dem limitierten Digipak. (Wikipedia)


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Sodom - Agent Orange (1989)



01. Agent Orange
02. Tired And Red
03. Incest
04. Remember The Fallen
05. Magic Dragon
06. Exhibition Bout
07. Ausgebombt
08. Baptism Of Fire
09. Don’t Walk Away




Das dritte Studioalbum der Ruhrpott-Thrasher dürfte neben Kreators Extreme Aggression und Infernal Overkill von Destruction eine der drei wichtigsten deutschen Thrash Metal-Veröffentlichungen der 80er Jahre sein. Erstmals konnten Sodom (dank Produzentenguru Harris Johns) mit wirklich gutem Sound überzeugen, und die Qualität des Songwritings wurde in der Besetzung mit Tom Angelripper, Chris Witchhunter und Frank Blackfire in bis dato ungeahnte Höhen gesteigert. Nicht umsonst wurden zahlreiche der extrem eingängigen Nummern von Agent Orange im Laufe der Jahre zu echten Klassikern. Zum Beispiel das sechsminütige Titelstück, das sich kritisch mit den durch den Einsatz des titelgebenden Entlaubungsmittels entstandenen Spätfolgen des Vietnamkrieges auseinandersetzt. Oder aber der treibende Banger "Remember The Fallen", das rasend schnelle "Incest" und nicht zuletzt die Kulthymne "Ausgebombt". Das gelungene Tank-Cover "Don`t Walk Away" und eines der besten Artworks, das Coverkünstler Andreas Marschall jemals angefertigt hat, sind dann auch lediglich das i-Tüpfelchen einer erstklassigen Veröffentlichung, die in jede halbwegs vollständige Metal-Sammlung gehört! (Amazon-Rezension)

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Sodom - M 16 (2001)






1. Among The Weirdcong 5:08
2. I Am The War 4:07
3. Napalm In The Morning 5:57
4. Minejumper 3:11
5. Genocide 4:50
6. Little Boy 4:09
7. M-16 4:49
8. Lead Injection 6:24
9. Cannon Fodder 3:53
10. Marine 3:56
11. Surfin' Bird 2:40






Sodom:Tom Angelripper,Bernemann und Bobby.3 begnatete Musiker haben es mal wieder geschafft,ein erstklassiges Thrashmetalalbum auf den Markt zu bringen.Diesmal gibt es songs,die sich für immer und ewig ins Gehör fressen.

Es scheint dem Hörer so,als hätte Bobby (Drummer) eins draufgelegt.Die Drums sind zumindest erstklassig.
 

Was soll man zu Sodom schon viel erzählen?!Das Album ist perfekt.Es ist fast mit Code Red gleich zu stellen.
 

Sodom- und Thrashmetalfans kauft euch M-16.Mit diesem Album habt ihr ein Gewehr in der Hand - Die M-16! (Amazon-Kundenrezension)


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Yngwie J. Malmsteen - Spellbound (2012)



1. Spellbound (4:29)
2. High Compression Figure (3:20)
3. Repent (3:15)
4. Let’s Sleeping Dog Lie (4:40)
5. Majestic 12 Suite 1,2 & 3 (9:03)
6. Electric Duet (1:34)
7. Nasca Lines (2:56)
8. Poisoned Mind (3:04)
9. God Of War (7:21)
10. Iron Blues (3:26)
11. Turbo Amadeus (1:12)
12. From A Thousand Cuts (3:24)
13. Reqiuem for the Lost Souls (6:17)





Nach 2 Jahren Ruhe kommt nun wieder ein neues Album von Yngwie Malmsteen heraus. Wer sich so ein Album kauft muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass man hier volle 13 Songs selbstverliebtes shredden hört. Aber das macht Yngwie hier, im Gegensatz zum letzten Album wieder auf höchstem Niveau. Viele Songs, wie der Titeltrack, sind sehr heavy und errinern an den Speed- Metal der 80er Jahre. Die Gitarre steht hier natürlich im Vordergrund und man merkt dass Yngwie hier Spaß hat, die Songs klingen wirklich super. Das Album besteht überwiegend aus Instrumental- Songs, die wenigen Songs mit Gesang singt Yngwie selbst. Dass er nicht der beste Sänger ist, ist klar, die Songs mit Gesang sind auch die schlechteren vom Album, da die explosiven Soli zu kurz sind. Mit zwei Blues- Nummern bringt Yngwie auch ein wenig Abwechslung rein, die Blues- Songs machen Lust auf mehr aus dieser Richtung von ihm. Für mich sind die Highlights des Albums aber die klassisch geprägten Stücke, wie 'Majestic 12 Suite'. Der Song errinert an alte Glanzzeiten wie 'Trilogy' und zeigt Yngwie von seiner besten Seite. (Amazon-Kundenrezension)


Necronomicon - Revenge Of The Beast (2009)



01. Magic Forest
02. Haunted
03. Warfare
04. Nightstalker
05. On Pain of Death
06. Blood Sky
07. Who Dies?
08. Refugee
09. Skull & Bone
10. Commit Suicide
11. War in the Cradle
12. One Universe




Ganz unten links auf der Karte Deutschlands liegt eine Stadt namens Lörrach. Ein Katzensprung bis in die Schweiz, nach Frankreich ist es auch nicht weit und der Schwarzwald liegt praktisch vor der Haustür. Alles in allem eine hervorragende Ausgangssituation für gelungene Songtitel, Sagen und sonstige Märchengeschichten.

Fakt ist allem Anschein nach, dass dort unten eine Bestie wohnt, die sich aus dem langjährigen Winterschlaf erhoben hat, um wie vom wilden Watz gebissen, voll aufgestauter Energie um sich zu schlagen. "Revenge Of The Beast", so das neueste Werk der Süd-Badener von NECRONOMICON, welche uns direkt mit auf eine malerische Reise in den Zauberwald nehmen, in den "Magic Forest".

Doch so zauberhaft ist die Reise nicht, also keine Träger, keine Sänfte, keine gepolsterten Sitze sondern eher ein Ritt auf der Kettensäge durch den dunklen Forst, der mit einem Mal den Großteil seiner Idylle eingebüßt hat und in dem selbst die kleinste Wildsau zum Monster mutiert. Angestachelt durch die schneidend-scharfe Stimme von Freddy geht die Hatz weiter, lachend hinein ins Unterholz.

Der besagte Freddy, wie auch seine Mitstreiter, sind allesamt Meister ihres Fachs, schließlich ließen sie die Thrash-Maschine NECRONOMICON bereits 1986 los. Bekanntermaßen gab es aus deutschen Landen noch so einige Kapellen mehr, die zu der Zeit eine ähnliche Schiene gefahren sind. Wer NECRONOMICON hört, denkt zwangsläufig an DESTRUCTION. Umgekehrt wohl eher seltener, trotz gleicher Herkunft, trotz gleichem musikalischen Spektrum, trotz diesem und jenem.
Wie dem auch sei, Freddy klingt für meine Begriffe weitaus griffiger als Schmier. Gepaart mit dem zum Kopfnicken einladenden Riffing passt das natürlich gut ins Konzept. Doch genug der Vergleiche. Hier regiert die alte Schule mit starkem Songwriting von Highspeed-Nummern der Marke "Magic Forest" bis hin zu stampfenden Mid-Tempo-Tracks wie "Refugee", bei dem man klasse mitgrölen kann, und dem ultra-dicken "Blood Sky", welches pumpt was das Zeug hält.

NECRONOMICON ballern sich weiter durch die insgesamt zwölf Tracks ihres jüngsten Silberlings, und es bedarf letztlich nicht vieler Worte, um zu beschreiben, was man hier vor sich hat. Die "Young-Timer" aus Lörrach haben ein echt ansprechendes Stück badischer Härte abgeliefert. Einzig das letzte Stück "One Universe" fällt etwas aus dem Rahmen. Man könnte es durchaus als Ballade kennzeichnen, bestehend nur aus einer röhrenden Stimme, hinterlegt mit atmosphärischen Klängen. Ab und an kommen noch ein paar Klavieranschläge... das wars.

Innovationspreis gibt es keinen, doch ist dies auch nicht gewollt. Es geht eher darum, zu zeigen, wo man herkommt und für was man steht. Die Suche nach dem Mega-Ohrwurm ist vergebens, doch bleibt nach wenigen Umdrehungen einiges hängen. NECRONOMICON sind ja schon eine ganze Weile unterwegs und deshalb bewegen sie sich sicher auf diesem Terrain. Fans von drückend-kraftvollem Melodic-Thrash, bei welchem ein Riffgewitter das nächste jagt, und der auch nach mehreren Durchläufen nicht langweilig wird, machen hier auch nichts falsch. Sicherlich, die Stimme muss gefallen, aber wenn, dann richtig. (Metal.de)

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Pain - Cynic Paradise (2008)





CD 1:

1. I'm Going In 03:16
2. Monkey Business 04:05
3. Follow Me (feat. Anette Olzon) 04:16
4. Have A Drink On Me 03:53
5. Don't Care 02:42
6. Reach Out (And 03:55
7. Generation X 04:18
8. No One Knows 03:50
9. Live Fast - Die Young 03:42
10. Not Your Kind 04:10
11. Feed Us (feat. Anette Olzon) 04:14

CD 2:

1.Behind The Wheel (Depeche Mode Cover) 04:09
2.Here Is The News (ELO Cover) 03:53
3.Follow Me (Peter Vox Version) 04:09
4.Clouds Of Ecstasy (Bassflow Remix) 03:29
5.No One Knows (Rectifier Remix) 03:45

PAIN waren immer etwas ungewöhnlich. Erst mal die krude Mischung aus poppigem Rock, räudigem Metal und wummernden Beats. Dazu kommen weitere, in der Metalszene eher ungewöhnliche Attribute, wie der Soloprojekt-Charakter und die komische Angewohnheit Tägtgrens, jedes PAIN-Album bei einem anderen Label zu veröffentlichen. Inzwischen ist man wieder bei Nuclear Blast angekommen und schließt damit nicht nur den Kreis zum ersten Album, sondern bricht auch das ungeschriebene Gesetzt, dass auf ein PAIN-Album ein HYPOCRISY-Album zu folgen hat. Naja, vielleicht schwimmt die Band ja gerade so auf der Erfolgswelle, dass man ein neues Album braucht, um diese am Leben zu erhalten?

Ein bisschen hat man das Gefühl, als sei die Nische des poppigen bis rockigen Industrial Metals, die PAIN erfunden haben und bis heute dominieren, nach ein paar Alben auch schon abgegrast. Wenn man sich die Diskographie von Peter Tägtgrens Soloprojekt so ansieht, lässt sich deutlich eine Entwicklung von Album zu Album erkennen. Nach dem Ur-Experiment ["Pain"] folgte die radikale Techno-Metal-Mixtur ["Rebirth"], das poppige Rockalbum mit BEATLES-Cover ["Nothing Remains The Same"], das metallisch-moderne Monster ["Dancing With The Dead"] und die bisherige Perfektion all dieser Facetten ["Psalms Of Extinction"]. Und jetzt eben noch "Cynic Paradise", das im Gegensatz zu allen bisherigen Veröffentlichungen nicht weiß, was es eigentlich will. Einerseits versuchte man wieder einige neue Stile in den PAIN-Kosmos zu integrieren, was auch gelungen ist. Sowohl der weibliche Gesang von Anette Olzon [NIGHTWISH], als auch das Southern Rock/Country-Stück "Have A Drink On Me" gehören zu den besten Songs des Albums. Warum man diesen Neuerungen aber kein ganzes Album widmete, wie es etwa mit den Pop-Elementen auf "Nothing Remains The Same" geschehen ist, bleibt Peters Geheimnis. Der Rest des Albums fällt nämlich größtenteils in die Kategorie "Schon x-mal da gewesen". Da gibt es die typischen Industrial-Hochgeschwindigkeits-Kracher, die vor allem in der ersten Albumhälfte noch überzeugen können. Ziemlich genau ab der Mitte des Albums lässt dann das Niveau deutlich nach. Denn das spärliche Pulver der Innovation wurde schon lange verschossen und die "guten" Tracks im alten Stil sind offenbar auch schon für wichtige Positionen, wie die des Opener, innerhalb der Tracklist verbraucht worden. Ein Midtempotrack wie "No One Knows" ist eben einfach nur ein schlechter Abklatsch von "Just Hate Me", der genau das Gleiche wesentlich besser macht. Ähnliches lässt sich über die anderen Songs auch sagen. Braucht kein Mensch, wenn er die vorherigen Alben kennt. Der letzte Track namens "Feed Us" kann dann das in den letzten fünf Songs stark abgesunkene Niveau wieder anheben, aber zur Rettung von "Cynic Paradise" in die Wertungsregionen, die man einem Tägtgren-Release zutraut, reicht es dann auch nicht mehr.

Man hat bei "Cynic Paradise" das starke Gefühl, es mit einem dieser typischen Schnellschüsse zu tun zu haben. Spaß macht es, aber nur streckenweise. Und als Fan ist man mit dem genialen "Psalms Of Extinction" im Hinterkopf dann doch sehr enttäuscht. Peter Tägtgren sagte auf der Pressekonferenz zur Vorstellung dieses Albums in Wacken, dass er "ein Album locker in einer Woche schreiben kann". Glaube ich ihm nach "Cynic Paradise" sofort. Ist ja auch kein Problem, wenn man die Weiterentwicklung auf drei Songs beschränkt und sonst die erfolgreichen Konzepte [größtenteils schlecht] bei sich selbst klaut. Aus diesem Album hätte man besser eine EP zur NIGHTWISH-Support-Tour machen sollen. Oder PAIN mal wieder ein bis zwei Jahre auf Eis legen und ein neues HYPOCRISY-Album aufnehmen sollen. Hoffen wir, dass Peter sich mal wieder eine Auszeit nimmt und "Cynic Paradise" nur ein Durchhänger war.  (Metalnews.de)



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Living Death - Worlds Neurosis (2011)



1.Last Birthday
2.Die Young
3.Schizophrenia
4.On the 17th Floor
5.Down
6.Worlds Neuroses
7.Bastard (at the Busstop)
8.The Testament of Mr. George
9.Sacred Chao
10.Tuesday



Living Death wurden 1980 von den Brüdern Reiner und Dieter Kelch in Velbert gegründet. Mit Sänger Thorsten „Toto“ Bergmann, dem zweiten Gitarristen Frank Fricke und dem Schlagzeuger Frank Schubring war die erste Besetzung komplett. Im Jahr 1982 brachte die Band ihr erstes selbstbetiteltes Demo heraus. Als einer der ersten Thrash-Metal-Bands in Europa erschien 1983 das Debütalbum Vengeance from Hell, das mit US-amerikanischen Bands wie Slayer oder Metallica verglichen wurde.

Die Folgezeit war gekennzeichnet von mehreren Besetzungswechseln. So hatte die Band insgesamt fünf verschiedene Schlagzeuger, darunter auch den von Sodom, Violent Force, Assassin und Holy Moses bekannten Atomic Steif. Reiner Kelch und Frank Fricke waren auch Mitinitiatoren der Band Mekong Delta. Im Jahr 1987 veröffentlichte die Band ihr nach Meinung von Musikkritikern bestes Album mit dem Titel Protected from Reality, das auch das bekannteste Stück der Band, Eisbein mit Sauerkraut, enthält. Als sich die Band 1989 spaltete, gründeten Toto Bergmann, Frank Fricke und Atomic Steif zusammen mit Lemmie von Violent Force als Bassist die Band Sacred Chao, die aber bloß eine einzige EP aufnahm.

Die Kelch-Brüder versuchten 1991 mit neuem Schlagzeuger und neuem Sänger ein Comeback und veröffentlichten Killing in Action. Allerdings blieb der Erfolg aus und die Band löste sich endgültig auf. (Wikipedia)

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Xandria - Neverworld's End (2012)



01. A Prophecy Of Worlds ToFall
02. Valentine
03. Forevermore
04. Euphoria
05. Blood OnMy Hands
06. Soulcrusher
07. The Dream is still Alive
08. TheLost Elysion
09. Call Of The Wind
10. A Thousand letters
11. Cursed
12. The Nomad´s Crown
13. When the Mirror Cracks



Mit Neverworld's End melden sich Xandria nach einer mehrjährigen Pause zurück. Seit der Initialzündung mit ihrem Debüt "Kill the Sun" und dem folgenden unsterblichen Szenehit "Ravenheart" hat sich die Band einen Ausnahmestatus erspielt. Weitere fantastische Longplayer, wie zum Beispiel "India" und erfolgreiche Tourneen untermauerten die Position von Xandria innerhalb der Musikszene. Das neue Album führt den beeindruckenden Werdegang fort. Schon bei den Eröffnungsnummern "A Prophecy Of Worlds To Fall" und "Valentine" wird klar, dass Xandria ihrem ursprünglichen Sound treu geblieben sind, aber die Gewichtung nun mehr auf Metal gelegt wurde. Auf Neverworld's End treffen harte Gitarren, schnelle Doublebass-Parts auf symphonische Elemente und fesselnde Melodien. So reiht sich Highlight an Highlight und lässt den Zuhörer vollkommen in den neuen Stücken versinken. Die raffinierten und eingängigen Gesangslinien von Manuela Kraller klingen so, als wäre die Sängerin schon seit den Anfangstagen in der Band. Sie versteht es, mit ihrem Gesang die gesamte Klaviatur an Emotionen zu präsentieren und erweist sich als absoluter Gewinn für Xandria. Aufgenommen wurden die neuen Stücke in den renommierten Principal Studios und die Produktion erklingt gleichzeitg heavy und doch glasklar. Neverworld's End ist die perfekte Vermählung von Metal und Bombast! Ein Symphonic Metal Album voller gefühlvoller und atemberaubender Momente! (Amazon)


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Revengia - Lake of Fire (2012)



1. Free From Sin (4:59)
2. His Will (2:46)
3. Lake Of Fire (4:38)
4. The Day I Die (5:32)
5. Alone (3:47)
6. Purest Of Emotions (4:57)
7. Sin For Sale (6:16)
8. Asylum (3:57)
9. Bloodline (4:12)
10. Termination By The Hand Of Creation (4:05)
11. The Galleon (5:54)
12. The One (1:24)







"Lake Of Fire" ist das erste Album mit den beiden neuen Bandmitgliedern, Sänger Tobias Gustafsson und Drummer Conny Pettersson. Die neuen Songs seien "heavy, fast, doomy and melodic", lassen sich Revengia zitieren. Für Headbanger, die auf Bands wie Unrest oder Rage stehen, sicher das richtige Futter für den heimischen CD-Player. Fazit: Nicht nur ein böses, sondern ein starkes Stück Schwedenstahl! (Amazon)
 


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Vinnie Vincent - Invasion (2004)


1. "Boyz Are Gonna Rock"
2. "Shoot U Full of Love"
3. "No Substitute"
4. "Animal"
5. "Twisted"
6. "Do You Wanna Make Love"
7. "Back on the Streets"
8. "I Wanna Be Your Victim"
9. "Baby-O"
10. "Invasion"



Vinnie Vincent Invasion war eine Glam-Metal-Band, die sich 1985 um den ehemaligen Kiss-Gitarristen Vinnie Vincent gegründet hatte und bis 1988 existierte.
Vinnie Vincent, der Ace Frehley bei Kiss nachgefolgt war, wollte 1985 eine Solokarriere starten und nahm daher unter anderem mit Ex-Journey-Sänger Robert Fleischman einige Stücke auf, die durch Vermittlung durch den Manager George Sewitt zu einem Vertrag über vier Millionen US-Dollar und acht Alben mit der Plattenfirma Chrysalis führten. Zur Gruppe gehörten neben Fleischman und Vinnie Vincent noch Dana Strum (Bass) und Bobby Rock (Schlagzeug).

Besonderes Merkmal der 1986 erschienenen ersten Platte seiner neuen Band, die recht schnell in den Billboard 200 notiert wurde, sich 29 Wochen dort hielt und Platz 64 erreichte, waren die sehr schnellen Gitarrensoli und die markante Falsett-Stimme Fleischmans, welcher jedoch nach der Veröffentlichung des ersten Albums durch Mark Slaughter ersetzt wurde. Grund dafür war, dass Fleischman kein Interesse daran hatte, mit der Gruppe auf Tournee zu gehen und deshalb auch keinen Vertrag mit der Gruppe eingegangen war (ein Trick, den Bandleader Vinnie Vincent bei Kiss ebenfalls angewandt hatte). Die Gruppe bestritt ihre erste Tournee im Vorprogramm von Alice Cooper auf dessen Constrictor/The Nightmare Returns-Tournee, später begleitete sie Iron Maiden auf deren Somewhere on Tour-Tournee.

Das zweite Album der Gruppe, All Systems Go, präsentierte Mark Slaughter als Sänger. Auch diese Platte erreichte Platz 64, hielt sich aber noch zwei Wochen länger in den Billboard 200 als der Vorgänger. Der Titel Love Kills wurde für den Soundtrack von A Nightmare on Elm Street 4 - The Dream Master zur Verfügung gestellt. Nach dem Erscheinen des Longplayers ging die Gruppe im Juli 1988 auf Tournee, trennte sich jedoch sofort nach dem Konzert in Anaheim am 26. August 1988. Drummer Bobby Rock führte dies in einem Interview auf »Reibungen und Missverständnisse zwischen (Bandleader) Vinnie Vincent und dem Rest der Gruppe« zurück. Strum und Slaughter gründeten anschließend die Formation Slaughter, Bobby Rock schloss sich der Gruppe Nitro und später Nelson an.

Vinnie Vincents Versuch, eine neue Besetzung für ein drittes Album zu finden, scheiterte. Zwar kehrte der Sänger Fleischman für kurze Zeit zurück, und der bis dahin unbekannte Drummer Andre Labelle stieß zur Band, jedoch gelang es nicht, einen Bassisten zu finden. Chrysalis Records kündigte 1989 den Schallplattenvertrag, Vincent meldete nur zwei Monate später die Privatinsolvenz an. Er veröffentlichte noch eine EP (Euphoria) unter eigenem Namen, auf der Fleischman wieder sang, verschwand danach jedoch aus dem Licht der Öffentlichkeit. (Wikipedia)


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Blind Passengers - Bastard (1999)



1 Gunman
2 Get On
3 Bring Me Down
4 You Spin Me Round
5 Splattershow
6 Idolator
7 Never
8 Clock Out
9 Stay Or Go
10 Criminal
11 Freeze My Brain
12 The Glory Of Succes
13 Gunman (Maxiversion)-Bonus
14 Yes Sir-Bonus



Nachdem der erste Versuch ziemlich in die Hose ging, unternehmen die Blind Passengers einen neuerlichen Vorstoß ins Majorgeschäft. Und diesmal dürften die Chancen weitaus besser stehen. Den Electro-Pop der Anfangstage hat man endgültig hinter sich gelassen, das Big-Beat-Umtun des letzten Albums ist ebenfalls abgehakt, nunmehr stehen harte Gitarren und Refrain-Moshing im Vordergrund. Da wird dann schon mal öfters der aggressive Gesangsverzerrer zu Oomph!-Riffs eingeschaltet und mit echtem Schlagzeug für den nötigen Rockdrive gesorgt. Angesichts der Tatsache, daß sich die Blind Passengers ja immer um Weiterentwicklung bemüht haben, ist "Bastard" sicherlich ein konsequenter Schritt (und wie immer perfekt inszeniert), mich persönlich aber beeindrucken die wenigen etwas aus diesem Konzept fallenden Songs wie "Stay Or Go" oder "The Glory Of Success" weitaus mehr als längst mainstreamtaugliche Härte. (Amazon)


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Destruction - Release From Agony (2001)


01.Beyond Eternity
02.Release From Agony
03.Dissatisfied Existence
04.Sign Of Fear
05.Unconscious Ruins
06.Incriminated
07.Our Oppression
08.Survive To Die






Classic Thrash bezeichnete das Album als bis dahin ambitioniertestes Werk der Band. Im Während Veröffentlichungen wie Sentence of Death direkt und sofort zugänglich gewesen seien, könne Release From Agony seine Zeit brauchen, um daran Gefallen zu finden. Daniel Bukszan merkte im Buch The Encyclöpedia öf Heavy Metal an, dass das Album die Fans in zwei Lager spalte: Die, die den neuen Stil der Band mögen würden und diese, die sich den alten, primitiven Stil zurückwünschen würden.

Die Internetplattform laut.de fasst die Rezeption in dem Satz zusammen, die Platte habe „zwiespältige Reaktionen seitens Publikum und Presse“ geerntet.
Matthias Herr konstatierte, die Absicht, anspruchsvolle Gefilde zu betreten und mit der Demonstration hinzugewonnenen Spielvermögens als versierte Musiker zu gelten, sei total danebengegangen, es herrsche pure Langeweile „mit wahrhaft gräßlichen Refrains […] und dem plärrig-tuntig wirkenden Gesang von Schmier“. Die Autoren des Buches Heavy Metal Made in Germany fanden, dass das Album „leider nicht an die Glanzleistung der Mad Butcher-Mini anknüpfen“ konnte.

Einen gewissermaßen mittigen Standpunkt bezog Jan Michael Dix im Metal Star, indem er über die unheilvolle Veröffentlichung schrieb: „Sie war sicherlich nicht schlecht, paßte […] aber einfach nicht zu einer Band wie Destruction“.

Unter dem Eindruck der noch nicht fertig abgemischten Hörproben prophezeite Oliver Klemm eine über dem Thrash-Standard liegende Liedzusammenstellung. Vier Wochen später lobte er „ihre bislang reifste musikalische Leistung“, Destruction sei „musikalisch niemals zuvor besser“ gewesen. Ihm war das Album 6 von 7 möglichen Punkten wert.

Uwe „Buffo“ Schnädelbach rechnete das Album zusammen mit anderen im Rock Hard zu den „ausgezeichneten“ der Gruppe. Auch Alex Straka meint, das „hochklassige Können“ mache Release from Agony trotz des „dumpfen Scheppersounds“ zum Top-Album. Statt Punkten spricht er eine Kaufaufforderung aus. Beide Rezensenten auf ultimate-guitar.com kommen in ihren Endbewertungen (die sich aus verschiedenen Teilbewertungen ergeben) auf 8 von 10 möglichen Punkten für ein „exzellentes Album einer unterbewerteten Band“.

Die rückblickende Einschätzung von Michael Sifringer: „So vom Songwriting finde ich das eigentlich immer noch alles ganz okay, nur: die Songs kommen einfach nicht entsprechend zur Geltung, weil der Mix nicht gut ist. Man hätte sich auch bessere Gesangslinien für die Songs einfallen lassen können, um es vielleicht so etwas eingängiger zu machen. Insgesamt hätte es schon erheblich besser werden können. Als Versuch […] würde ich die ganze Angelegenheit aber nun auch nicht bezeichnen wollen. Es war halt so, daß mit Harry und Olly neue Leute in die Band kamen, von daher eine ganz andere Situation vorlag. Ganz automatisch hat sich durch die anderen Einflüsse der beiden neuen Musiker eine etwas andere Richtung ergeben. Zudem war es auch so, daß [sie] die Sachen spielen konnten, die zum Beispiel der Tommy nicht auf der Pfanne hatte. Es kann natürlich sein, daß wir es deswegen mit den komplizierten Sachen ein wenig übertrieben haben.“

Im Interview mit dem Fanzine Live Wire, das auszugsweise im Buch Heavy Metal made in Germany wiedergegeben wurde, sprach Schirmer explizit das Klangproblem an: Bis zum Rough Mix habe noch alles gestimmt, dann habe Produzent Kalle Trapp alles verpfuscht. (Wikipedia)



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Destruction - Spiritual Genocide (2013)



01. Exordium [1:02]
02. Cyanide [3:23]
03. Spiritual Genocide [3:40]
04. Renegades [4:01]
05. City Of Doom [4:01]
06. No Signs Of Repentance [3:24]
07. To Dust You Will Decay [4:21]
08. Legacy Of The Past [Guest Version] [4:50]
09. Carnivore [4:28]
10. Riot Squad [4:13]
11. Under Violent Sledge [4:09]
12. Princess Of The Night [Bonus Track] [3:51]
13. Carnivore [Guest Version] [Bonus Track] [4:29]




Was kann man von einem neuen DESTRUCTION-Album schon erwarten? Straighten, voll auf die Zwölf gehenden Teutonen-Thrash mit Abschädel-Garantie. Diesem Anspruch wird das Trio auf seinem nunmehr zwölften Studiowerk vollauf gerecht. Auf ein kurzes Instrumental-Intro folgen zehn Thrash-Hymnen, die keine größeren Überraschungen bieten und trotzdem hervorragend unterhalten.
Hört man jedoch einmal genauer hin, so fällt auf, wie breit das Spektrum an Tempi und Stimmungen tatsächlich ist. Beinahe jedes der Stücke entfaltet seinen eigenen Charakter und klingt doch unverkennbar nach DESTRUCTION. So preschen "Cyanide" und der Titeltrack noch relativ gradlinig voraus, bevor "Renegades" dann mit einigen cleveren Breaks und Rhythmuswechseln aufwartet. Mit "Legacy Of The Past" versuchen DESTRUCTION dann sogar der Thrash-Szene eine neue Hymne auf den Leib zu schreiben. Ob diese von den Fans auch entsprechend angenommen wird, muss sich noch zeigen, der originelle, aus den Namen klassischer Thrash-Metal-Alben/Songs/Bands zusammengesetzte Text und die Gast-Vocals von Tom Angelripper (SODOM) und Gerre (TANKARD) schaffen aber im Grunde perfekte Voraussetzungen dafür.
Am Gesang von Marcel "Schmier" Schirmer mögen sich hingegen die Geister scheiden. Eine unverwechselbare Note weist das Organ des Badensers aber auf alle Fälle auf und passt bestens zu den vielschichtigen Stücken. Keine zweite Meinung dürfte es hingegen bezüglich der spieltechnischen Fähigkeiten der drei Musikanten geben. Die Gitarren-Leads von Michael "Mike" Sifringer shreddern punktgenau durch die Gehörgänge, besonders Schlagzeuger Vaaver empfiehlt sich aber mit seinem tighten Drumming für die Qualitätsprüfung in einer Schweizer Uhrenfabrik.
Untermauert wird dies von einer Produktion, die angenehm trocken und doch mächtig fett klingt. Und wenn sich die Gitarren-Leads im Midtempo-lastigen "To Dust You Will Decay" zu echtem Breitbild-Sound öffnen, dann wird klar, dass diese Band auch 30 Jahre nach ihrer Gründung noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Da verzeiht man auch gerne die kleineren Durchhänger im Mittelteil, wo die Songs zwar mit ordentlich Schmackes, aber doch etwas zu sehr in dieselbe Kerbe schlagen und vergeblich um ihre eigene Identität ringen.
(Metal.de)


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