
01.Beyond Eternity
02.Release From Agony
03.Dissatisfied Existence
04.Sign Of Fear
05.Unconscious Ruins
06.Incriminated
07.Our Oppression
08.Survive To Die
Classic Thrash bezeichnete das Album als bis dahin ambitioniertestes Werk der Band. Im Während Veröffentlichungen wie
Sentence of Death direkt und sofort zugänglich gewesen seien, könne
Release From Agony seine Zeit brauchen, um daran Gefallen zu finden. Daniel Bukszan merkte im Buch
The Encyclöpedia öf Heavy Metal
an, dass das Album die Fans in zwei Lager spalte: Die, die den neuen
Stil der Band mögen würden und diese, die sich den alten, primitiven
Stil zurückwünschen würden.
Die Internetplattform
laut.de fasst die Rezeption in dem Satz zusammen, die Platte habe „zwiespältige Reaktionen seitens Publikum und Presse“ geerntet.
Matthias Herr konstatierte, die Absicht, anspruchsvolle Gefilde zu
betreten und mit der Demonstration hinzugewonnenen Spielvermögens als
versierte Musiker zu gelten, sei total danebengegangen, es herrsche pure
Langeweile „mit wahrhaft gräßlichen Refrains […] und dem plärrig-tuntig
wirkenden Gesang von Schmier“. Die Autoren des Buches
Heavy Metal Made in Germany fanden, dass das Album „leider nicht an die Glanzleistung der
Mad Butcher-Mini anknüpfen“ konnte.
Einen gewissermaßen mittigen Standpunkt bezog Jan Michael Dix im
Metal Star,
indem er über die unheilvolle Veröffentlichung schrieb: „Sie war
sicherlich nicht schlecht, paßte […] aber einfach nicht zu einer Band
wie Destruction“.
Unter dem Eindruck der noch nicht fertig abgemischten Hörproben
prophezeite Oliver Klemm eine über dem Thrash-Standard liegende
Liedzusammenstellung.
Vier Wochen später lobte er „ihre bislang reifste musikalische
Leistung“, Destruction sei „musikalisch niemals zuvor besser“ gewesen.
Ihm war das Album 6 von 7 möglichen Punkten wert.
Uwe „Buffo“ Schnädelbach rechnete das Album zusammen mit anderen im
Rock Hard zu den „ausgezeichneten“ der Gruppe. Auch Alex Straka meint, das „hochklassige Können“ mache
Release from Agony trotz des „dumpfen Scheppersounds“ zum Top-Album. Statt Punkten spricht er eine Kaufaufforderung aus. Beide Rezensenten auf
ultimate-guitar.com
kommen in ihren Endbewertungen (die sich aus verschiedenen
Teilbewertungen ergeben) auf 8 von 10 möglichen Punkten für ein
„exzellentes Album einer unterbewerteten Band“.
Die rückblickende Einschätzung von Michael Sifringer: „So vom
Songwriting finde ich das eigentlich immer noch alles ganz okay, nur:
die Songs kommen einfach nicht entsprechend zur Geltung, weil der Mix
nicht gut ist. Man hätte sich auch bessere Gesangslinien für die Songs
einfallen lassen können, um es vielleicht so etwas eingängiger zu
machen. Insgesamt hätte es schon erheblich besser werden können. Als
Versuch […] würde ich die ganze Angelegenheit aber nun auch nicht
bezeichnen wollen. Es war halt so, daß mit Harry und Olly neue Leute in
die Band kamen, von daher eine ganz andere Situation vorlag. Ganz
automatisch hat sich durch die anderen Einflüsse der beiden neuen
Musiker eine etwas andere Richtung ergeben. Zudem war es auch so, daß
[sie] die Sachen spielen konnten, die zum Beispiel der Tommy nicht auf
der Pfanne hatte. Es kann natürlich sein, daß wir es deswegen mit den
komplizierten Sachen ein wenig übertrieben haben.“
Im Interview mit dem Fanzine
Live Wire, das auszugsweise im Buch
Heavy Metal made in Germany
wiedergegeben wurde, sprach Schirmer explizit das Klangproblem an: Bis
zum Rough Mix habe noch alles gestimmt, dann habe Produzent Kalle Trapp
alles verpfuscht.
(Wikipedia)